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Die Macht der Taler 0

Hier noch ein kleiner, weiterer Auszug aus meiner Geschichte – Der böse Kardinal Ruttinier wirbt einen Söldner an.

Ruttinier schüttete noch ein wenig Wein nach, während er beobachtete, wie der Söldnerhauptmann die Taler die vor ihm lagen wieder und wieder zählte. Er schien erstaunt, über die Menge an Geld. Tatsächlich hatte er bisher nur wenige Taler gesehen, geschweige denn sein eigen nennen können. Seinen Lohn erwirtschaftete er aus Gelegenheitsarbeiten, wenn er entweder irgendeines Bauern Feld zerstörte, oder Schiffe undicht machte oder auch schon einmal das ein oder andere Haus in Brand setzte.

Jetzt sollte er einen Menschen entführen. Es erschien ihm einfacher, jemandem einfach ein bisschen einen Dolch durch den Körper zu bohren, als diesen gefangen zu nehmen und zu transportieren. Überhaupt sah er keinen Sinn darin, jemanden, den man nicht mag, am Leben zu lassen, geschweige denn ihn noch näher an sich heran zu holen. Aber er war in der glücklichen Lage, dass nicht er Denken, sondern nur Handeln musste. Und das fiel ihm bei dem Anblick der Taler nicht sehr schwer.

Der Söldnerhauptmann leerte seinen Becher, nahm die Taler an sich und machte sich auf den Weg nach Jena. Nicht jedoch ohne vorher noch seine Männer aufzusammeln, die in verschiedenen Gasthäusern auf ihn warteten.

Kardinal Ruttinier indes trank den restlichen Wein und rief dann nach dem erstbesten Mädchen.

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