In einem kürzlich veröffentlichtem Beitrag fragte ich nach dem Wort Mevulve bzw. dessen Bedeutung. Einige haben sich an die Sache herangewagt und sicherlich auch ihr bestes gegeben, aber so wirklich richtig war das alles nicht. Daher ist es an der Zeit, die Wortbedeutung endlich aufzulösen, was im folgenden auch geschehen soll:
In einem Song aus ihren besten Jahren fragt Hildegard Knef “Kennen Sie das Wort Mevulve” und löst es auch unmittelbar danach selbst auf. Wenn einem ganz weich wird, so um den Solarplexus rum, dann ist das ein sehr schönes Gefühl, ein Gefühl von Zuhause, und es ist ja nicht unser Schicksal, so an der Stelle kleben zu müssen aber manchmal ist es auch schön wegzugehen und dann wiederzukommen. Dieses Gefühl nennt man also Mevulve.
So, da haben wir also wieder etwas gelernt!
Quellenangabe zu diesem Artikel: gefunden bei Max Goldt, Für Nächte am offenen Fenster (Hörbuch)





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Das ist leider nicht richtig, was Frau Knef da gedichtet hat. Mevulve (in wien noch immer gebräuchlich) ist das gleiche wie einst “blümerant”, das heißt es wird einem ein bisschen komisch zumute, fast verwirrt. Wenn drei Menschen auf einen einreden, dann wird man “ganz mevulve”.
Vermutlich ist es ein jiddisches-wienerisches Wort und Frau Knef hatte davon keine Ahnung.
Auch Max Gold ist nicht von dort, wo das Wort entstanden ist. Weiß auch nichts.
Außerdem ist mevulve ein Adjektiv, wird also im Satz nicht groß geschrieben.
Nix für ungut, aber wenn Sie was lernen wollen dann doch nicht aus Schlagern.
S. P.
“Auch Max Gold ist nicht von dort, wo das Wort entstanden ist. Weiß auch nichts.”
Max Goldt schreibt in seinem Buch auch nichts darüber das er die Bedeutung kennt er zitiert lediglich Frau Knef von daher sind Äußerrungen wie “Weiß auch nichts” einfach unangebracht !